Baumwoll Jeans: Ökoprodukte sind immer mehr gefragt

Jeans gehören zu den beliebtesten Kleidungsstücken, die fast jeder in seinem Schrank hängen hat. Sie unterscheiden sich zwar in Farbe, Form und Qualität, sind aber zumeist aus dem Material Baumwolle gefertigt.

Eine Jeans passt immer. Mit ihr ist man zu allen Gelegenheiten gut angezogen, denn neben der eher sportiven Hose sind gerade bei Jüngeren topmodische Modelle gefragt. Zur Eröffnung einer Kunstausstellung eignet sich ein eleganter Fransenlook, zum Einkauf die bequeme, gerade Form, und zur Party ist man mit einer gestickten Variante gut gekleidet. Auf unserem Kontinent wurde die klassische Jeans im Jahr 1948 das erste Mal gefertigt, während die erste Jeans für Frauen im Jahr 1953 noch mit dem Reißverschluss an der Seite auf den Markt kam. Sie war als sportliches Modell für einen Campingurlaub gedacht. Der Baumwollstoff, auch als Blue oder Black Denim bekannt, ist aus einer Naturfaser hergestellt und sehr dicht und fest. Die Baumwollfasern werden in Spinnereien zu strapazierfähigen Stoffen verarbeitet und heute in nahezu allen Farbkombinationen, Modellen und mit vielen modischen Details angeboten.

Auch eine einfarbige Jeans besteht, wenn man genau hinschaut, aus zwei Farben. Die Längsfäden werden in Indigoblau gefärbt, die Querfäden bleiben ungefärbt. Die Baumwolle wird nach dem Weben bearbeitet. Zum Beispiel wird sie geglättet – mercerisiert – was sie um 50 Prozent reißfester und damit auch teurer macht. Der Baumwollstoff wird bedruckt, imprägniert, bestickt, überfärbt oder gebleicht. Wenn die neue Jeans schon beim Kauf wie getragen aussieht, ist sie vorgewaschen worden. Weist die Hose eine hautenge Form auf, kann es vorkommen, dass allergische Hautreaktionen auftreten, da die beschriebenen Prozesse wie zum Beispiel das Bleichen das Anwenden von chlorhaltiger Lauge notwendig macht. Zudem werden die Baumwollfelder häufig mit Schädlingsbekämpfungsmitteln besprüht. Wer eine Jeans aus reiner Baumwolle tragen möchte, hat daher heute die Wahl, auch Öko-Jeans zu erwerben. Die Baumwolle wird mit weniger Wasser gewonnen, und die Felder kommen ohne Pestizide aus. Die Öko-Jeans sind mit einem Gütesiegel versehen und verfügen in der Regel über gesteppte Nähte.

Die erste Blue Jeans wurde als robuste Arbeitskleidung für Goldgräber hergestellt und wurde nicht aus Baumwolle, sondern aus der Hanfpflanze hergestellt. Solche Jeans sind heute als Nischenprodukt wieder erhältlich.