Bauvorhaben können auf verschiedene Weise finanziert werden. Das Bankwesen unterscheidet hierbei zwischen einer privaten und einer gewerblichen Immobilienfinanzierung. Der Unterschied liegt in der Art der Immobilie.
Die Immobilienfinanzierung wird umgangssprachlich auch als Baugeld bezeichnet. Sie dient der Finanzierung von Bau- und Sanierungsvorhaben. Im Bankwesen werden zwei Möglichkeiten unterschieden. Dies sind die private und die gewerbliche Immobilienfinanzierung. Das private Baugeld wird für Wohnimmobilien genutzt und kann sowohl durch eine natürliche Person als auch durch eine Lebensgemeinschaft beantragt werden. Zu den Immobilien zählen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Bei dieser Form der Finanzierung wird noch einmal nach dem Zweck unterschieden. Die Eigennutzerfinanzierung ist für die Eigentümer, die ihre Immobilien selbst nutzen, und die Kapitalanlegerfinanzierung für Vermieter. Für das private Bauvorhaben kann Eigenkapital, liquidierbare Wertpapiere oder auch Fremdkapital verwendet werden. Dazu dient u. a. ein Darlehen von einem Kreditinstitut, z. B. Banken, Landesförderinstitute und auch Versicherungsgesellschaften. Die gewerbliche Immobilienfinanzierung ist ausschließlich für gewerblich genutzte Räume oder Wohnhäuser, die zum Betriebsvermögen zählen. Sie kann auch bei Landes- und Hypothekenbanken beantragt werden. Öffentliche Baufinanzierungen werden aus den jeweiligen Haushalten getätigt. Zu den Immobilien gehören Rathäuser, Schulen und auch Feuerwehren.
Für das Fremdkapital einer Finanzierung von Bau- bzw. Sanierungsvorhaben muss man Zinsen zahlen. Infos zu Baugeld-Zinsen kann man bei der jeweiligen Bank erhalten. Die Höhe der Zinsen hängen von der Dauer des Vertrages und der Höhe des Eigenkapitals ab. Im Schnitt liegt der Prozentsatz bei 4 %. Für Verträge unter 10 Jahren Vertragsdauer muss der Kreditnehmer zwischen 3,4 und 3,6 % zahlen. Für eine 15-jährige Finanzierung muss man schon mit einem Prozentsatz zwischen 3,9 und 4,06 % rechnen und ab 20 Jahren mit 4,2 %. Manche Banken bieten eine Sollzinsbindung an. Das ist eine Zusicherung, dass der Zinssatz für die Dauer des Vertrages nicht ansteigt. In den meisten Fällen gilt dies jedoch nur für Darlehen unter 20 Jahren. Die Sollzinsbindung ist vor allem in Zeiten mit einem Zinstief von großem Interesse. Hier bietet es sich an, einen Kredit für das nächste Bauvorhaben aufzunehmen. In jedem Fall ist ein Vergleich der einzelnen Angebote empfehlenswert. Mitunter findet man einen Unterschied von 1 Prozentpunkt. Dies wirkt sehr gering, aber auf die Anzahl der Jahre berechnet, ergibt es einen hohen finanziellen Gewinn.