Die Abwehrkraft stärken heißt Erkältungen vorzubeugen

Der Herbst steht vor der Tür, und mit ihm die Erkältungszeit. Wer sich dagegen schützen will, der sollte sein Immunsystem fit machen - vor allem durch ausgewogene Ernährung und Bewegung.

Wer starke Abwehrkräfte hat, der spart sich den Gang zur Apotheke und teure Medikamente. Vor allem durch eine sinnvolle Ernährung kann ein positiver Effekt auf das Immunsystem erzielt werden. Hier sollte es ausgewogen zugehen: Viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte versorgen den Körper mit lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und Spurenelementen. Der übermäßige Genuss von Alkohol und Fast Food hingegen schwächt das Immunsystem stark, zudem wird der Vitaminbedarf des Körpers erheblich gesteigert – das Risiko für Mangelerscheinungen wächst. Experten raten deshalb, fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, um eine ausreichende Zufuhr an Vitalstoffen zu gewährleisten. In welcher Form dies geschieht, spielt keine Rolle. So erfüllen auch frisch gepresste Säfte ihren Zweck. Diese sollten jedoch zügig verzehrt werden, da sie durch längere Aufbewahrung einen erheblichen Teil der gesunden Inhaltsstoffe einbüßen. Wer sich ausgewogen ernährt, der kann guten Gewissens auf sämtliche Vitamin- und Nahrungsergänzungspräparate verzichten. Zusätzlich zur gesunden Ernährung sollte man zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen, am besten in Form von Wasser.

Ein weiterer, wichtiger Faktor zur Stärkung der Abwehrkraft ist die Bewegung, vorzugsweise an der frischen Luft. Joggen und Radfahren, aber auch Spaziergänge bringen den Kreislauf in Schwung und haben einen positiven Einfluss auf das Immunsystem. Die regelmäßige Bewegung im Freien kann relativ einfach in den Tagesablauf integriert werden: Für kurze Wege, beispielsweise zur Post oder zum Einkaufen, sollte man nicht das Auto benutzen, sondern zu Fuß gehen. So tut man nicht nur etwas für die eigene Gesundheit, sondern schützt auch die Umwelt.

Das Gegenteil der körperlichen Ertüchtigung ist ebenfalls immens wichtig: Ruhe. Insbesondere sollte auf den eigenen Schlafrhythmus geachtet werden. Experten raten zu mindestens sieben Stunden Schlaf. Der Körper erhält so ausreichend Zeit, um sich zu erholen und (Abwehr-)Kräfte zu sammeln. Diejenigen, die im Alltag einem erhöhten berufsbedingten Stress ausgesetzt sind, tun gut daran, sich ausreichende Ruhephasen zu gönnen, denn die Ausschüttung von Stresshormonen ist wahres Gift für das Immunsystem. Kurze Meditationsübungen und autogenes Training, beispielsweise in der Mittagspause, sind empfehlenswert, um Stress abzubauen.

Auch Saunabesuche und Wechselbäder wirken sich günstig auf das Immunsystem aus. Durch die Temperaturunterschiede erlangt der Körper die Fähigkeit, sich besser auf den Wechsel von warm zu kalt und umgekehrt einzustellen. Ohne diese Fähigkeit wird vor allem im Winter die Anfälligkeit für Erkältungen begünstigt: Ein schwaches Immunsystem reagiert empfindlich auf den Kontrast zwischen kalter, frischer Luft und stark beheizten Räumen – die Schleimhäute trocknen schneller aus und machen es den Viren einfacher, die Abwehrkräfte zu überrumpeln.